Dies war mein erster Urlaub mit meinem neuen elektrischen Motorrad, einer Zero SR/S mit 12 kW Schnelllader. Ich habe die Reise deshalb besonders akribisch geplant.

Im Nachhinein habe ich mir sicher zu viel Sorgen gemacht.

Hier die Planungsbasis

Die Route wird ausschließlich durch die Landschaft bestimmt. Ladepunkte wurden

dann anhand der geplanten Route berechnet. Ein Umweg war an keinem Tag nötig.

Es gibt wirklich ausreichend Lademöglichkeiten.

Die Mittagspause wurde immer auch zum Laden benutzt. Hier war der Vorrang

in der Planung die Qualität der Gaststätte. In fast allen Fällen konnte ich direkt an der Gaststätte laden (meistens mit CEE16 Starkstrom). So entstanden durch die Ladepausen nie unangenehme Wartesituationen. Das E-Bike war definitiv nicht der Bremsschuh😊

Schweres Gewitter mit starkem Regen

Es gab nur an zwei Orten Probleme mit dem Laden. Beide Standorte waren vom gleichen Anbieter (evway). Ich hatte dann für den Rest der Route Säulen dieses Anbieters gemieden. Da das Ladenetz sehr dicht ist, hat man nie das Problem, ohne Strom liegen bleiben zu müssen. Im Notfall kann man in fast jedes Hotel. Wenn das Hotel eine Tiefgarage hat, hat es auch einen CEE16 Anschluss.

Einmal hatten wir (Gott sei Dank während der Mittagspause) ein schweres Gewitter mit starkem Regen. Die Zero stand draußen mit angeschlossenem Kabel. Nach 2 Stunden Regen hatte ich schon Bedenken, aber die Zero ist wohl wirklich wasserdicht😊

Die Beschleunigung ist atemberaubend

Das Fahren mit der Zero in den Bergen ist genial. Gerade in engen Kehren ist der Vorteil erheblich. Die beiden BMWs mussten sich zwischen 1. und 2. Gang entscheiden. Beides ist nicht optimal. Ich konnte auf den Bergstrecken immer einen guten Vorsprung herausfahren. Das Fahrwerk der Zero ist sehr ordentlich. Das gilt auch für die Schräglagenfreiheit.

Alles in allem bin ich von dem Motorrad begeistert. Man ist sehr schnell und fast lautlos unterwegs. Die Beschleunigung aus allen Geschwindigkeiten ist atemberaubend. Überholvorgänge zwischen den Kehren sind kein Problem.

Hier noch ein wenig Statistik:


​Stromkosten für die gesamte Reise 8,89 Euro

Da die nutzbare Akkukapazität 12,6 kWh beträgt ergibt sich bei einem durchschnittlichen Verbrauch von 7,4 kWh/100km eine Reichweite von 166 km. Das kommt auch gut hin mit der Anzeige während der Fahrt.

Es entstanden Strom-Kosten von € 8,89 für die gesamte Reise. Dies entspricht sagenhaften € 0,59/100km. In den Hotels konnte allerdings immer kostenlos geladen werden. Auch bei den Gaststätten war bis auf eine Ausnahme der Strom kostenlos.

TomTom punktet bei den POIs, weil hier Ladestationen eingetragen sind

Für die Navigation habe ich sowohl TomTom (Rider 550) als auch Calimoto benutzt. Bei Calimoto gefällt mir die Routenplanung besser – insbesondere, wenn man am Smartphone nochmal umplanen will ist dies bei TomTom kompliziert weil die MyDrive App sehr buggy ist.

TomTom punktet bei den POIs, weil hier Ladestationen eingetragen sind die man sich auch in der Karte ständig einblenden kann. Das fand ich sehr praktisch. Bei Calimoto gibt es leider keine Unterstützung für Lade-POIs.

Der Haken von Calimoto war allerdings der Stromverbrauch. Obwohl das Smartphone (Samsung S9)  über die USB Buchse der Zero angeschlossen war, ist der Akku des Handys nach gut 4 Stunden platt. 

Aber auch dieses Problem lässt sich dank der schnellen Reaktion des Calimoto Helpdesk Teams ohne viel Aufwand beheben. Zitat: Android 10 ist ein RIESEN Stromfresser und wir empfehlen generell, alle Energiespareinstellungen für calimoto auszuschalten, und für andere Apps anzuschalten. Offline verbraucht weniger als online. Bildschirm aus verbraucht weniger als Bildschirm an, und das ist der größte Energiespartipp. Ansonsten darauf achten, dass alle weiteren Apps ausgeschaltet sind damit sie nicht nebenbei laufen.

Bericht von Thomas K., Kunde von E-MOTORSTORE - herzlichen Dank Thomas!

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Wir haben beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) nachgefragt:

https://www.computerbild.de/artikel/cb-News-Connected-Car-Hilfe-E-Auto-Foerderung-Innovationspraemie-Stichtag-26506051.html


Wir haben eine Anfrage beim BAFA gestellt und tatsächlich eine aussagekräftige Antwort erhalten.


Unser Anfrage:

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir lesen auf Ihrer Webseite:
Förderfähig ist der Erwerb (Kauf oder Leasing) eines neuen, erstmals zugelassenen, elektrisch betriebenen Fahrzeuges gemäß § 2 des Elektromobilitätsgesetzes, sowie der Erwerb eines Elektrofahrzeuges bei der zweiten Zulassung im Inland.
Und dennoch fehlen mit auf der Liste rein elektrisch betriebene Zweiräder bzw. Motorräder. Als Händler von Zero und Energica Motorcycles sowie Silence Scooter in München leisten wir zusammen mit unseren Kunden einen wertvollen Beitrag zur Abgas-, Stau- und Lärmreduzierung. Warum wird diese Klientel vom Bund nicht berücksichtigt? Die bayrische Landeshauptstadt München tut das übrigens in "Eigenregie"...
Danke für eine plausible Antwort und freundliche Grüße


Hier die Antwort:


Sehr geehrter Herr ...,
vielen Dank für Ihre Anfrage.
Förderfähig sind ausschließlich Elektrofahrzeuge, welche die Anforderungen der Förderrichtlinie erfüllen. Elektrofahrzeuge müssen den Klassen M1 oder N1 bzw. N2 zugeordnet sein.
Elektroroller, E-Scooter, Elektromotorräder bzw. Elektrofahrräder gehören zur Klasse L und sind somit nicht förderfähig.
Das BAFA als Durchführungsbehörde ist an die Förderrichtlinie gebunden.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Unser Fazit: kein Kommentar



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Aktualisiert: 11. Juli 2020

Wir konnten den ADAC mit dem Siegerfahrzeug unterstützen, der ADAC hat den Testroller Silence S01 bei uns gekauft und das kam dabei raus:

https://www.adac.de/rund-ums-fahrzeug/tests/elektromobilitaet/elektroroller-125/



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